Frequently Asked Questions (FAQs)

Wer kann RightsLink nutzen?
Zur Einholung von Rechten kann RightsLink von jedermann, der urheberrechtlich geschütztes Material aus Büchern nutzen möchte (Verlage, Herausgeber, Firmen, Blogger etc.), verwendet werden. Wenn Sie eine Lizenz für die Nutzung eines Buchinhalts erwerben wollen, suchen Sie zunächst entweder direkt im VLB oder auf der frei zugänglichen Website buchhandel.de oder auf der Website eines teilnehmenden Verlags den entsprechenden Buchtitel heraus. In den Titeldaten des Buches finden Sie einen Link, auf den Sie klicken können. Dadurch gelangen sie auf die Website von RightsLink. Dort können Sie in ein mit vielen Online-Hilfen versehenes Formular Angaben zu der von Ihnen gewünschten Art der Werknutzung eintragen.

Ich finde das Buch, aus dem ich Ausschnitte nutzen möchte, nicht auf dieser Plattform. Was kann ich tun?
In diesem Fall ist eine Lizenzierung über RightsLink nicht möglich, bitte wenden Sie sich direkt an den Verlag bzw. den Rechteinhaber.

Für welche Arten von Lizenzanfragen kann RightsLink genutzt werden?
Die Software von RightsLink kann für die Vergabe von Abdruckrechten von Teilen eines Werkes (Abschnitte, Kapitel, einzelne Texte, Illustrationen etc.) genutzt werden, auch z.B. für die Wiedergabe eines Textausschnittes im Internet. Wenn Sie dagegen das gesamte Werk nutzen möchten, in dem Sie es als Taschenbuch veröffentlichen oder wenn Sie den Inhalt des Buches für die Bühne oder eine Verfilmung bearbeiten wollen, müssen Sie sich direkt an den Verlag wenden und um die Erteilung einer entsprechenden Lizenz bitten.

Welche Vorteile hat die Nutzung von RightsLink?
RightsLink bietet ein einfaches Verfahren zum Erwerb von (Klein-)Lizenzen an. Wenn Sie eine Lizenz erwerben wollen, können Sie mit RightsLink eine standardisierte Anfrage, die alle wesentlichen Daten zur geplanten Nutzung enthält, erstellen. Mit einem Klick kann diese Anfrage dann an den jeweiligen Verlag gesandt werden. Diesen Vorgang können Sie, ohne dass Sie die Nutzungsdaten erneut eintragen müssen, beliebig oft wiederholen, wenn Sie für Ihr Projekt Ausschnitte aus verschiedenen Büchern nutzen möchten.

Was kostet die Nutzung von RightsLink?
Die Benutzung des Portals RightsLink der Frankfurter Buchmesse ist ohne fixe Kosten für jeden Lizenzinteressierten möglich. Kosten fallen erst dann an, wenn tatsächlich eine Lizenz über RightsLink vergeben wird. In diesem Fall wird eine Gebühr von 15% der Lizenzsumme für die Nutzung von RightsLink fällig, die direkt mit der Lizenzsumme ausgewiesen und bei Zustandekommen des Vertrags anfällt. Für die Vergabe von Lizenzen, deren Preis unter 60 Euro liegt, entsteht eine Mindestgebühr von 12 Euro.

Gibt es Verhandlungsspielraum bei der Höhe der Lizenzgebühr?
Der Verlag legt die Lizenzgebühr fest. Die Software von RightsLink gestattet ein automatisiertes bzw. halbautomatisiertes Verfahren, welches den Vorteil hat, dass eine Lizenz schneller erworben werden kann. Die Konsequenz hieraus ist jedoch, dass keine Verhandlung über die Höhe der Lizenzgebühr möglich ist.

Darf ich in den von mir lizenzierten Texten Änderungen vornehmen?
Durch RightsLink kann nur der Abdruck bzw. die öffentliche Wiedergabe eines unveränderten Textteiles genehmigt werden.

Ich benötige eine Abdruckgenehmigung für ein Schulbuch. Kann ich diese auch über RightsLink beantragen?
Gemäß § 46 UrhG ist die Übernahme von Teilen eines Werkes in Schul- oder Kirchenbücher unter bestimmten Voraussetzungen erlaubnisfrei unter Zahlung einer angemessenen Vergütung an die VG Wort (www.vgwort.de) möglich. Anstelle dieses vom Gesetzgeber vorgesehenen Wegs ist es grundsätzlich aber auch denkbar, Inhalte für Schulbücher über MVB RightsLink direkt von den Verlagen zu lizenzieren.

Kann ich über RightsLink auch Bildrechte erwerben?
Dies ist grundsätzlich dann möglich, wenn der Verlag selbst der Inhaber der Bildrechte ist. Hat der Verlag hingegen die Bildrechte von Dritten nicht-exklusiv für sein Werk erworben, so ist es ihm in der Regel nicht gestattet, eine Unterlizenz zu vergeben. Im Abbildungsverzeichnis, welches sich im Werk befindet, bzw. in der Quellenangabe zum Bild kann festgestellt werden, wer der jeweilige Inhaber der Rechte an Fotos und Illustrationen ist. Nur dieser kann dann eine Lizenz erteilen. Ein wirksamer Erwerb von Rechten beim Verlag über RightsLink ist nicht möglich, wenn die Bildrechte bei einem Dritten liegen. Der Lizenznehmer ist dafür verantwortlich, dies sorgfältig zu prüfen.

Der Verlag existiert nicht mehr. Auch einen anderen Rechteinhaber finde ich nicht. Was kann ich tun?
Wenn das Werk noch urheberrechtlich geschützt ist, jedoch kein Rechteinhaber zu finden ist, liegt ein sogenanntes verwaistes Werk vor. Das Urheberrecht gibt allein dem Urheber bzw. den Verwertern, denen die entsprechenden Nutzungsrechte vom Urheber eingeräumt wurden, das Recht, die Nutzung eines Werkes zu erlauben bzw. zu verbieten, es also z.B. zu vervielfältigen oder öffentlich zugänglich zu machen. Eine gesetzliche Ausnahme zu dieser Regelung gibt es bisher nicht. Aus diesem Grund kann im Falle von verwaisten Werken auch keine Lizenzierung über RightsLink stattfinden. Ist es Ihnen daher nicht möglich, die Rechteinhaber ausfindig zu machen, so müssen Sie entweder auf die Nutzung des Werkes verzichten oder sich – wenn Sie das Werk dennoch nutzen – darüber im Klaren sein, dass dies eine Urheberrechtsverletzung darstellt.

Wie lange ist ein Werk urheberrechtlich geschützt?
Das Urheberrecht ist vererblich und bleibt nach dem Tode des Urhebers noch 70 Jahre lang bestehen. Ist ein geschütztes Werk von mehreren Autoren gemeinsam geschaffen worden, endet das Urheberrecht 70 Jahre nach dem Tod des Längstlebenden dieser Urheber.

Wann benötige ich eine Abdruckgenehmigung? Wann greift das Zitatrecht?
Wenn Sie urheberrechtlich geschützte fremde Texte oder Bilder in einem eigenen Werk veröffentlichen möchten, benötigen Sie grundsätzlich eine Abdruckgenehmigung. Eine solche ist ausnahmsweise dann nicht erforderlich, wenn ein Zitat im Sinne des § 51 Urheberrechtsgesetz vorliegt. Der Text dieser Vorschrift lautet:
„Zulässig ist die Vervielfältigung, Verbreitung und öffentliche Wiedergabe eines veröffentlichten Werkes zum Zweck des Zitats, sofern die Nutzung in ihrem Umfang durch den besonderen Zweck gerechtfertigt ist. Zulässig ist dies insbesondere, wenn 1. einzelne Werke nach der Veröffentlichung in ein selbständiges wissenschaftliches Werk zur Erläuterung des Inhalts aufgenommen werden, 2. Stellen eines Werkes nach der Veröffentlichung in einem selbständigen Sprachwerk angeführt werden, 3. einzelne Stellen eines erschienenen Werkes der Musik in einem selbständigen Werk der Musik angeführt werden.“
Erfahrungsgemäß wird von juristischen Laien häufig überschätzt, in welchen Fällen das Zitatrecht tatsächlich einmal zur Anwendung kommt. Wenn man sich nicht – z.B. aufgrund der Beratung durch einen spezialisierten Anwalt – völlig sicher ist, dass eine Nutzung unter den § 51 UrhG fällt, empfiehlt sich als rechtlich sichererer Weg der Erwerb einer Nutzungslizenz vom Berechtigten.

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